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Donnerstag, 17. Mai. 2012


Guter Start für den Pluwiger Sommer 2010

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Die Veranstaltungsreihe Pluwiger Sommer hat nach mehreren Jahren inzwischen Tradition. In diesem Jahr begann das kulturelle Programm mit dem amerikanischen Xylofonvirtuosen Alex Jacobowitz.

Ganz im Zeichen von Wildwest hat das diesjährige Pluwiger Kinderfest gestanden. Viele kleine Cowboys, Cowgirls und Indianer tummelten sich auf dem Bolz- und Spielplatz und hatten viel Spaß dabei.

Eine besinnliche Stunde haben die Zuhörer bei bestem Gesang in der fast vollbesetzten Pfarrkirche St. Johann in Pluwig am Sonntag, 30.05.2010, erlebt. Der Männerchor der Trierer Sängerknaben gab unter der Leitung von Christian Kraus ein gelungenes Gastspiel.

Auf den Sommer müssen die Pluwiger noch ein paar Tage warten: Wegen Regen konnte Alex Jacobowitz nicht auf dem Kirchplatz am Sonntag, 09.05.10 spielen und zog mit seinem Instrument kurzerhand in die Pfarrkirche St. Johann. 11.30 Uhr: Der klassisch ausgebildete Schlagzeuger hat sein drei Meter langes und 120 Kilogramm schweres Konzertxy-lofon aufgebaut. "Ich heiße Alex und komme aus New York", begrüßt er freundschaftlich, "Meine Frau heißt Xylofon".

Zuvor haben Ortsbürgermeister Wolfgang Annen sowie Schirmherr und Bürgermeister Bernhard Busch die gespannt wartenden Menschen in dem fast voll besetzten Gotteshaus begrüßt. In beiden Händen hält der bärtige Profimusiker jeweils zwei Schlegel. Es ist erstaunlich, mit welcher Perfektion sich die Stiele zwischen den Fingern immer wieder öffnen und schließen, um die richtigen Klanghölzer genau zu treffen.

Ohne Notenblätter und mit geschlossenen Augen spielt er. In dem fast zweistündigen Konzert begeistert er mit Klassischem von Bach, Beethoven und Mozart, Spanischem von Tárrega und Albénez sowie Klezmermusik aus der eigenen jüdischen Tradition. Meisterhaft hat Jacobowitz die Musikstücke teilweise selbst bearbeitet. Zwischen den Werken erzählt er interessante Anekdoten aus der Musikgeschichte und kann anschließend die Schönheit und den Wert seines Instrumentes buchstäblich hautnah demonstrieren.

Die große grüne Rollenrutsche war der Renner bei Kindern unterschiedlichsten Alters. Nacheinander sausten sie auf den Plastikschlitten den Hang hinunter. "Geil!", kommentierte ein etwa zehnjähriges Mädchen.

Doch auf dem Kinderfest im Rahmen des Pluwiger Kultursommers am Samtstag, 29.05.2010 wurde noch mehr geboten: Die Firma "LS Kinderbelustigungen" aus dem saarländischen Püttlingen hatte ein attraktives Programm unter dem Motto "Indianerdorf" auf die Beine gestellt. Dazu gehörten ein Indianer-Hüpfzelt, eine junge Squaw, die Luftballontiere zauberte, es konnte nach Nuggets gegraben und mit dem Bogen geschossen werden. Natürlich durfte auch die große Kistenstapelburg nicht fehlen.

"Vor vielleicht sechs oder sieben Jahren haben wir hier in Pluwig ganz klein angefangen; nur mit einer Hüpfburg und einem Clown", erinnerte sich Firmenchef Ludwin Servatius an die Anfänge des Kinderfestes. Bürgermeister Wolfgang Annen habe den Kontakt damals hergestellt.

Servatius' Frau Devolin war derweil unermüdlich mit Kinderschminken beschäftigt. Marie-Sophie (5) ist eine hübsche Fee geworden. "Ich will auch!", sagte Schwester Jule (2). "Die Warteschlange ist lang", stellte Mutter Tanja Wess aus Pluwig fest. Auch für die Luftballontiere habe man bereits angestanden. Besonders gut habe beiden bisher die Schlittenrutsche gefallen.

Nicolas (8), Eis und Lolli in einer Hand, wühlte mit der anderen in der Schatzkiste nach Nuggets. Schnell hatte er seine 30 Stück zusammen und bekam Süßigkeiten als Belohnung. "Wühlen und buddeln tun sie alle gern", freute sich Betreuerin Diana Bittner. "Eigentlich ist die Schatzkiste die Attraktion für kleine Kinder, aber die größeren dürfen natürlich auch mitmachen."

Sinah (3) aus Trier ließ sich von Verena Deutsch einen Luftballonhund zaubern. "Ich habe noch Hase, Maus, Herz, Schwert und Hund im Angebot", sagte die Studentin. "Das macht mir Spaß, ich komme gut mit Kindern klar." Auch Sinahs Bruder Max (2) freute sich über einen kleinen blauen Hund. "Es ist schön hier, den Kindern wird viel geboten", sagte Mutter Katharina Hennen. "Auf der Rutsche war Sinah schon ganz oft."

"Die Rutsche hatten wir jetzt zum ersten Mal hier", sagte Matthias Steuer, erster Beigeordneter und Mitglied im Jugend- und Kulturausschuss, der das Fest organisiert hatte. Besonders schätzte er die familiäre Atmosphäre auf dem Kinderfest: Hinter der Kaffee-, Kuchen- und Würstchentheke engagierten sich Mitglieder des Kindergarten-Elternausschusses sowie des Gemeinderats und leisteten so ihren Beitrag dazu, dass die Kinder aus Pluwig und Umgebung sich über einen tollen Nachmittag freuen konnten.

Die Kulturreihe heißt zwar "Pluwiger Sommer", doch auch am Sonntag war von Sommer weit und breit keine Spur. Kühle 14 Grad, Regenschauer und böiger Wind ließ bei weitem kein Sommergefühl aufkommen. So wurde denn auch das unter freiem Himmel geplante Konzert der Sänger kurzerhand in die Pfarrkirche verlegt. Für Ortsbürgermeister Wolfgang Annen und seine fleißigen Helfer ist das nach dem Gottesdienst kein Problem. Schnell sind einige Bänke gerückt und die Bühne für die 22 Sänger vor dem Altarraum bereitet.

Von Sängerknaben kann angesichts des fortgeschrittenen Alters der Herren kaum noch die Rede sein. Aber was sie zu Gehör bringen ist bewundernswert. Sie hinterlassen bei den Zuhörern eine hervorragende gesangliche Visitenkarte. Das Programm ist geteilt in kirchliche und weltliche Musik. Die Männer tragen so unter anderem die Werke "Cantate Domino" von Hans Leo Hassler, das "Ave Maria" von Joachim Reidenbach oder auch die Volksweise "In einem kühlen Grunde" und das Lied "Abschied" von Matthieu Neumann vor. Mit langanhaltendem Beifall danken die Zuhörer den Sängern und bestätigen damit die perfekte musikalische Leistung.



Die Trierer Sängerknaben können inzwischen auf eine 45-jährige Chorgeschichte zurückblicken. Im Mittelpunkt steht natürlich die Vermittlung von Freude und Liebe zur Musik, aber auch die Freizeitgestaltung mit Sport und Spiel. Dies wird als wesentlicher Bestandteil des Chorlebens auch im eigenen Ferienhaus in der Eifel angeboten. Jedes Jahr suchen die Trierer Sängerknaben Nachwuchs. Jungs im Alter von sieben bis neun Jahren, die gerne singen, neue Freundschaften knüpfen wollen und Lust auf außergewöhnliche Konzerterlebnisse haben, sind herzlich willkommen. Die Teilnahme an einer Schnupperprobe ist jederzeit möglich. Weitere Informationen gibt es bei Carsten Lang unter der Telefonnummer 0179/7856463.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Kulturreihe "Pluwiger Sommer" ist die von den "Bätstän-Kraxlern" aus dem Ortsteil Geizenburg angebotene Familienwanderung am 13. Juni.


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Gemeinde Pluwig
Auf Steinisch 14 | 54316 Pluwig
Tel.: 06588-988778 | Fax.: 06588-988779
Mail: buergermeister@pluwig.de | Web: www.pluwig.de
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